Der Krieg

  So wie Krise und Konjunktur dem Kapitalismus wesenseigen sind, so sind  auch Krieg und Frieden dem Kapitalismus wesenseigen. Obwohl die dialektische Einheit von Krieg und Frieden in den Klassengesellschaften schon immer vorhanden war, hat erst der Kapitalismus gezeigt, was auf einem Schlachtfeld an Grausamkeiten und Mord möglich ist. Seit der imperialistischen Phase des Kapitalismus, etwa 1900, ist die Erde unter den Imperialisten aufgeteilt, es begann damit der Kampf um die Neuaufteilung, denn die Entwicklung des Kapitalismus verläuft  o b j e k t i v  ungleichmäßig. Spannungen entstehen, sie müssen ausgeglichen werden. Die Bourgeoisie ist aber  o b j e k t i v  nicht immer in der Lage die Beute friedlich zu teilen, sondern muss einerseits den Profit vor anderen Bourgeois sichern, andererseits anderen Bourgeois Profit abjagen. Wer diesem Gesetz nicht folgt, geht unter. Die Bourgeoisie ist also  a b s o l u t  zerstritten, untereinander immer im Krieg, im Frieden ist sie mit sich als Klasse nur  r e l a t i v .  Beweis: 1. Weltkrieg.

  Der Antagonismus zwischen Bourgeoisie und Proletariat im Kapitalismus, zugespitzt in seiner Endphase, dem Imperialismus, ist nichts weiter als ein „mehr oder minder versteckter Bürgerkrieg, innerhalb der bestehenden Gesellschaft bis zu dem Punkt, wo er in eine offene Revolution ausbricht und durch den gewaltsamen Sturz der Bourgeoisie das Proletariat seine Herrschaft begründet“. Die objektiv unvermeidbare  U r s a c h e  des absoluten Kriegs und nur relativen Friedens zwischen Bourgeoisie und Proletariat ist die Lohnarbeit. Das Proletariat als Klasse muss zur Existenzerhaltung seine einzig verkaufbare Ware, nämlich die Arbeitskraft so teuer wie möglich an den einzigmöglichen Einkäufer dieser Ware, die Bourgeoisie, verkaufen und sie dabei so wenig wie möglich verausgaben. Die Bourgeoisie hingegen muss die Ware Arbeitskraft so billig wie möglich einkaufen aber so lange wie möglich anwenden. Das Ende dieses sich objektiv verschärfenden Krieges ist die Diktatur des Proletariats. Die Bourgeois können ihre bedingungslose Kapitulation nur hinauszögern. Beweis: 2. Weltkrieg. Selbstverständlich ist dieser Krieg auch ein Krieg der Bourgeoisie untereinander gewesen.

  Der Antagonismus, der todfeindliche, unvermeidliche Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat hat seit dem 2. Weltkrieg die Gegensätze innerhalb der Bourgeoisie dominiert. Beweise: Abwurf der beiden USA-Atombomben auf japanische Städte, denn wesentlich sind diese Bomben gegen die Sowjetunion abgeworfen worden. Der Koreakrieg, noch heute sind 28 500 USA-Soldaten in den modernsten Waffen aller Art an der Grenze zur KDVR stationiert neben der Armee Südkoreas. (Einwohnerzahl der KDVR: 24 Millionen, Südkorea: 50 Millionen), die beiden Vietnamkriege, der USA-Militärstürzpunkt Guantanamo-Bay auf Kuba, USA-Militärpersonal dort: 15 000, (600 Kriegsgefangene).

  Auch die heutigen heißen Kriege sind wesentlich Todeskämpfe der Bourgeoisie um das Ende des von der Bourgeoisie „Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ genannten Systems, des Spätimperialismus, hinauszuzögern. Deshalb ist in den okkupierten Staaten der Bourgeoisie auch das reaktionärste Gesindel als Marionettenregierung gerade recht. Z. B. der einstige UCK-Führer und jetzige Ministerpräsident des Kosovo, Hashim Thaci, und andere frühere UCK-Führer, waren während der Jahre 1998 bis 2000 am Handel mit den Organen serbischer Gefangener beteiligt, sagt der Sonderberichterstatter des Europarats, der Schweizer Dick Marty. 200 000 Serben sind aus der Provinz vertrieben worden, dazu Sinti, Roma und Juden. Derzeit sind im Kosovo rund 10 000 KAFOR-Soldaten im Einsatz; die Bundeswehr stellt mit knapp 1 400 Berufssoldaten dort das größte Kontingent zur Sicherung der Macht des Hashim Thaci.

 

Tabelle: Truppenstärken und Militärausgaben ausgewählter Staaten im Jahr 2009

Staat            

Soldaten

Militärausgaben in Milliarden US-$ pro Jahr

USA           

1 474 433

711*

China             

2 300 000

143*

Indien             

1 210 000

48,9*

Russland        

1 270 000

71,9*

Vietnam 

412 000

0,65

Iran

 400 000

4,3

Frankreich        

347 000

62,5*

BRD            

252 000

46,7*

Italien           

195 000

30,5

Großbritannien 

 173 000

62,7*

Kuba    

185 500

0,57

KDVR

 180 000

5

Venezuela  

85 000

1,6

Bolivien

31 500

0,12

* Militärausgaben 2011 (SIPRI 2012)


Wir sehen: Der Hauptfeind der Menschheit, das sind die USA!

  Das Proletariat reproduziert  s i c h  beim Verkauf der Ware Arbeitskraft, die  B o u r g e o i s i e  und das  S y s t e m  der Ausbeutung, des Krieges, den Kapitalismus, den Imperialismus! In der BRD reproduziert sich ein Proletarier, der täglich 8 Stunden arbeitet in etwa 2 Sunden. 1 Stunde arbeitet er von den 8 für den konkreten Bourgeois, 5 Stunden aber für das System. Lohnsteuern, die so genannte Mehrwertsteuer usw. das alles ist Arbeitszeit zur Deckung der Systemerhaltungskosten. Nicht nur der Waffenproduzierende, der Soldat usw. reproduziert den Krieg, sondern jeder Lohnarbeiter. Und die heutige Produktion ist immer intensiv und extensiv erweiterte Reproduktion. So wie die Konjunkturphasen des Imperialismus sich abschwächen, jedoch die Krisen immer tiefer werden, so verringern sich die Friedenphasen und der Krieg wird alltäglich. Beweis: Der heutige Tag.

  Also: Das absolut einzige Mittel, um den Krieg zu beenden, das ist der Kommunismus.  

Hans-Jürgen Westphal

9. November 2011

 

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