Grundbegriffe

Kapitalismus: Gesellschaftsformation, die auf dem Privateigentum an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln* beruht und damit die private Aneignung der Ergebnisse des Produktionsprozesses und des Mehrwertes bedingt. Der Kapitalismus ist historisch die letzte Klassengesellschaft, in der sich Klassen antagonistisch gegenüber stehen (Ausbeutergesellschaft). (siehe auch staatsmonopolistischer Kapitalismus)

 

Imperialismus: höchstes und letztes Stadium des Kapitalismus. Es folgte auf das Stadium der freien Konkurrenz an der Wende zum 20. Jahrhundert. Der Imperialismus ist 1. monopolistischer Kapitalismus; 2. parasitärer und faulender Kapitalismus; 3. sterbender Kapitalismus. Es bilden sich imperialistische Machtblöcke, die die Welt unter sich aufteilen und um die Neuaufteilung der Welt Kriege führen. Die BRD ist ein typischer imperialistischer Staat in seiner Sterbephase, der trotz exorbitanter Staatsverschuldung, einem engen Netz zur verschärften Ausplünderung der „Entwicklungsländer“ und mehrerer Kriegsbeteiligungen die weitere Verelendung des Proletariats in der BRD nicht abwenden kann.

Im Imperialismus ist der Faschismus die offene und unverhüllte, terroristische Diktatur der Bourgeoisie.  (siehe auch staatsmonopolistischer Kapitalismus)

 

Staatsmonopolistischer Kapitalismus: Höchstentwickelte Form des Monopolkapitalismus, in der der Monopolisierungsprozess durch die Verflechtung der Macht der Monopole mit der des imperialistischen Staates auf die Spitze getrieben wird. Der staatsmonopolistische Kapitalismus ist ein Wesensmerkmal der allgemeinen Krise des Kapitalismus. Er bringt die dem Wesen des kapitalistischen Monopols entspringende Tendenz zur Beherrschung aller Bereiche des gesellschaftlichen Lebens im Kapitalismus voll zur Entfaltung und verstärkt den parasitären, faulenden, menschenfeindlichen und sterbenden Charakter des Imperialismus.

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Kommunismus: Gesellschaftsformation, die auf den Kapitalismus folgt und auf dem gesellschaftlichen Eigentum an den Produktionsmitteln beruht. Der Kommunismus ist eine klassenlose Gesellschaftsordnung. Das gesellschaftliche Eigentum an den Produktionsmitteln* ist die Bedingung für die gesamtgesellschaftliche Leitung und Planung. Der Mensch wird erstmals in der Geschichte zum „Herren“ der Ökonomie.

 

Sozialismus: untere oder erste Phase des Kommunismus, die auf dem gesellschaftlichen Eigentum an den Produktionsmitteln (Volkseigentum), der politischen Herrschaft der Arbeiterklasse im Bündnis mit den anderen Werktätigen sowie der Führung durch die marxistisch-leninistische Partei beruht. Phase, in der die Grundlagen für den Aufbau des Kommunismus geschaffen werden. Die Republik Kuba ist ein typischer sozialistischer Staat, in dem trotz eines bereits seit über 50 Jahren andauernden Handelsembargos die Lebensbedingungen des Volkes sich nach Rückschlägen durch den Wegfall der meisten sozialistischen Wirtschaftsbeziehungen wieder stetig verbessern.

 

Bourgeoisie: Klasse der privatkapitalistischen Eigentümer an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln, die sich die Ergebnisse des Produktionsprozesses sowie den Mehrwert privat aneignet. Die Bourgeoisie kauft die Ware Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt vom Proletariat ein und wendet sie zur Realisierung ihrer privaten Profitinteressen an. Die Verwertung der Ware Arbeitskraft im Produktionsprozess ist die Quelle ihres Profits und Kapitals.

 

Proletariat: Klasse der an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln Eigentumslosen (Klasse der Lohnarbeiter), die auf dem Arbeitsmarkt ihre Ware Arbeitskraft an die Bourgeoisie verkaufen muss, wodurch sie den Verwertungsbedürfnissen der Bourgeoisie dient. Mit der Verwertung der Ware Arbeitskraft wird das kapitalistische System nicht nur reproduziert, sondern erweitert reproduziert. Zum Proletariat gehören z. B. Ärzte, Künstler, Wissenschaftler, Soldaten, Facharbeiter, Angestellte und Pfarrer ebenso wie auch Arbeitslose.

 

Produktivkräfte: Gesamtheit aller subjektiven und gegenständlichen Faktoren des Produktionsprozesses und deren Zusammenwirken. Dabei ist die Hauptproduktivkraft der Mensch. Im Imperialismus werden die Produktivkräfte zu Destruktivkräften, zu zerstörerischen Kräften. Erst wenn die Produktionsmittel in gesellschaftliches Eigentum überführt sind, herrschen Bedingungen, in denen die Produktivkräfte gesamtgesellschaftlich planvoll entwickelt werden können. In der BRD als einem typischen spätimperialistischen Staat werden die Produktivkräfte nicht entwickelt. Trotz rasanten wissenschaftlichen und technischen Fortschritt verschlechtern sich die Lebensbedingungen für die übergroße Mehrheit der Bevölkerung kontinuierlich. Als Beispiele sei hier an die Millionen von Arbeitslosen, Hunderttausenden von Obdachlosen und die Gesundheitsversorgung erinnert sowie an die Milliardenprofite der Rüstungskonzerne.

 

Produktionsverhältnisse: Gesamtheit der Beziehungen der Menschen im Prozess der Produktion, des Austausches und der Verteilung der Ergebnisse des Produktionsprozesses. Dabei entsprechen die Produktionsverhältnisse einem bestimmten Entwicklungsstand der Produktivkräfte. Niemals zuvor waren so viele Menschen im Produktionsprozess eingebunden wie heute, doch die Aneignung der Ergebnisse der gesellschaftlichen Arbeit findet für einen Großteil der Menschheit immer noch privatkapitalistisch statt. Sie sind nicht Eigentümer ihrer Arbeitsprodukte und entscheiden nicht wofür, für wen und wie ihre Arbeitskraft eingesetzt wird.

 

* Produktionsmittel sind z. B. Fabriken, Anlagen, Infrastruktur, Grund und Boden, Bodenschätze, Schulen oder Fernsehstationen.

 

Empfehlung

Film PK-PV

 

Literaturempfehlungen

Marx/Engels: "Manifest der kommunistischen Partei“

Lenin: "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“

Marx: "Das Kapital" Band I - III

 

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